Zukunftsfähig leben, grüner leben!
Nachhaltigkeit? Zukunftsfähigkeit? Was bedeuten diese sperrigen Worte eigentlich? Und warum retten sie die Welt?
Worte können natürlich nicht die Welt retten. Die Begriffe stehen für die Überzeugung, Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichmäßig zu entwickeln. Nicht das Eine zu Lasten des Anderen voran zu treiben, zum Beispiel Wirtschaftswachstum auf Kosten der Umwelt oder Produktionsweisen unter menschenunwürdigen Bedingungen. Und sie bezeichnen eine Lebensweise. Die "zukunftsfähige " Lebensweise bedeutet nicht ständigen Verzicht und Einschränkung im Alltag, sondern einen bewussten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen, einen bewussten, genussvollen Konsum.
Jeden Tag treffen wir Entscheidungen an der Ladentheke und haben damit großen Einfluss als Verbraucher auf die Art und Weise, wie unsere Lebensmittel produziert werden.
Auch unser Lebensumfeld gestalten wir selbst: Unsere Wohnung und die Möbel, die darinstehen, die Art, wie wir reisen, uns fortbewegen und unsere Umwelt wahrnehmen. Wie wir leben, bestimmt das Gesicht dieser Erde!
Diese Tipps sollen Anregungen geben und inspirieren, jeden Tag die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.
25 Tipps und Anregungen für eine bessere (Um-)Welt
zu Hause
- Kühler wohnen: Die ideale Raumtemperatur liegt bei 20°C, jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Energie.
- Jedem Topf seinen Deckel: Nutze die Herdplatte komplett aus und lege den Deckel auf den Topf. So wird auch das Essen schneller warm.
- Weichgespült? Viele Weichspüler enthalten schwer abbaubare Stoffe und belasten das Wasser sehr – überprüfe die Inhaltstoffe. Vermeine Produkte mit Mikroplastik.
- Keine Kochwäsche mehr: Die Wäsche wird auch bei 40°C schön sauber und du sparst Energie.
- Birnen wechseln: Glühbirnen gegen langlebige LEDs tauschen. Billigprodukte meiden, ausgediente Exemplare sind Sondermüll!
- Fenster auf: Stoßlüften bringt frische Luft und verbraucht weniger Heizenergie als „Dauerklapp“
- Zu Ökostrom wechseln! Da ist keine Atomkraft enthalten. www.atomausstieg-selber-machen.de
- Ausschalten! „Stand by“-Betrieb klaut Strom. Deutschlandweit etwa die Strommenge zweier Atomkraftwerke pro Jahr. Mit einer Steckerleiste mit Kippschalter kannst du mehrere Geräte vom Netz nehmen.
- Recycling-Toilettenpapier benutzen. Für den europäischen Toilettenpapierverbrauch werden jährlich 25 Mio. Bäume gerodet.
- Ausmisten: Alte Geräte auf den Recyclinghof bringen und noch gute Kleidung spenden. Das reduziert nicht nur unnötigen Krempel, sondern hilft auch Menschen, die es nicht so guthaben.
Mobil sein
- Rad statt Auto: Gut für dich und für die Luft! Außerdem geht es mit dem Rad auch meistens schneller (bei einer Strecke unter 5 km). Wenn es dann doch mal das Auto sein muss, dann achte auf eine Spritsparende Fahrweise.
- Wir fahren zusammen! Bilde Fahrgemeinschaften. Das macht Spaß und schont deinen Geldbeutel genauso wie die Umwelt.
- Fliegen: Ein Flug nach Gran Canaria und zurükc ist so schädlich wie ein Jahr Autofahren. Vermeide Kurzstreckenflüge. Fahr lieber mit der Bahn oder dem Bus.
Beim Einkauf
- Regional und saisonal: Obst und Gemüse sind reif und lange Transporte unnötig.
- Bio und Fair! Bioprodukte garantieren eine umweltfreundlichere Produktion. „Faire“ Ware kannst du ohne schlechtes Gewissen kaufen.
- Kein Ei mit der 3! Die kleinen Zahlen verraten die Herkunft: Die „3“ stammt aus Käfighaltung, die „0“ ist Bio. Achte beim Eierkauf auf den Zusatz, dass männliche Kücken auch die Chance auf Leben haben.
- Esst mehr Gemüse! Der Anbau verbraucht sehr viel weniger CO2 als die Fleischproduktion. Wenn Fleisch, dann Bioqualität, für mehr Tierwohl.
- Tu deiner Haut was Gutes: Benutze Naturkosmetik, da weißt du was drin ist.
- Fair blüht: Mit fair gehandelten Blumen gewinnen auch die ErzeugerInnen.
- Baumwolle hat eine miese Ökobilanz, darum überlege: Wie viele T-Shirts brauchst du wirklich? Eine gute Alternative sind Kleidungsstücke aus Biobaumwolle oder kaufe Second Hand.
- Weniger ist mehr! Achte auf unnötige Umverpackungen. Mehrweg statt Einweg.
Garten und Natur
- Artengerechte Nistkästen: In den Städten fehlen häufig Nist- und Schlafmöglichkeiten für Vögel, aber auch für Insekten und Fledermäuse.
- Vogelfütterung: Einfach mal in den Park gehen und Vögel füttern. Im Sommer hilft eine kleine Schale Wasser auf der Fensterbank. Achtung! Nicht während der Brutzeit füttern, da Vogelkinder Insektennahrung brauchen.
- Garte ohne Gift: Verwende im Garten keine Pestizide oder andere Spritzmittel
- Werde Baumpate: Ein Baum erzeugt im Jahr so viel Sauerstoff, wie zwei Menschen in der selben Zeit verbrauchen.